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24. April 2017

Alles aus der Cloud – eat your own dogfood

Ich wage gerade zum Anfang dieses Blogbeitrages folgende These: Damit Unternehmungen agil auf die digitalen Anforderungen reagieren können, ist in den meisten Fällen ein Shift («die Verlagerung») der IT Infrastruktur und Dienste in die Cloud ein unumgängliches Fundament. Wir, die BrainConsult, bewegen uns seit Jahren in der Cloud. Am Anfang war es ein Mix aus öffentlichen und eigenen Cloud-Diensten. Um unsere Erfahrungen und Maturität noch weiter zu schärfen und die Ecken und Kanten der Cloud noch besser kennen und verstehen zu lernen, wurde ein internes Projekt lanciert. Dieses Projekt involvierte die gesamte Unternehmung: Wir stellten uns die Aufgabe, unseren Mix aus Cloud-Diensten konsequent auf Microsoft Azure und Office365 abzubilden. Nutzten wir bis anhin unser ERP System aus dem eigenen Cloud-Rechenzentrum, kombinierten diese Dienste mit Office365 und einigen wenigen Azure Diensten, wollten wir nun alles aus der Microsoft Cloud beziehen. Was aber in der Realität nicht in jedem Fall so einfach war… mehr Infos dazu, in weiteren zu diesem Thema geplanten Blog-Beiträgen.

 

Unser eigenes Cloud Projekt

Um unsere Cloud Erfahrungen zu Wissen und «Rucksack aller Brainie’s» zu machen, wurde dieses Projekt firmenweit positioniert, geplant und umgesetzt. Wöchentlich am Montagmorgen früh, wurde dieses Projekt gemeinsam bearbeitet. Als erstes musste eine Ziel-Architektur erstellt werden, wie diese Entstand, wird in einem kommenden Blogbeitrag zu lesen sein. Danach wurden «Themen-Götti’s» definiert. Wir definierten auf Basis der Ziel-Architektur, kleine verdaubare Themen-Pakete, welche von einzelnen BrainConsult Mitarbeitenden, also einem Brainie, konzeptionell, technisch und schriftlich (wichtig für Konzepte, Blogbeiträge, usw.) erarbeitet wurde. Während den gemeinsamen Meetings, wir sind ja schliesslich agil unterwegs, wurden die erarbeiteten Ergebnisse den «Gspönli’s» präsentiert und danach an unseren Whiteboards kritisch hinterfragt. Unser Ziel war und ist es: jeder BrainConsult-Mitarbeitende lebt die Cloud aktiv und ist Teil unserer konsequenten Fokussierung.

Warum Cloud?

Cloud, Cloud, Cloud… in der Tat – oft habe ich das Gefühl, dass ich dieses Wort nun gar nicht mehr hören mag. Wenn wir die Reise dieses Begriffs ein paar Jahre zurück bis in die Gegenwart verfolgen, dann kann man feststellen, dass in den vergangenen Monaten und Jahren schier unvorstellbar Investitionen in die Cloud und deren Dienste getätigt wurden. Einen solchen Mitteleinsatz machen die grossen Player auch nicht einfach grundlos: da stehen starke Visionen und Strategien dahinter. In den vergangenen Monaten nehmen wir am Schweizer Markt eine stark spürbare Welle in Richtung Cloud wahr. In Gesprächen mit Kunden, Partnern und Lieferanten spüre ich unterschiedlichste Reaktionen. Aus der Distanz betrachtet teilt sich im Moment das Lager in zwei Hälften: die einen lösen aktuell ihre Handbremse und prüfen jede Neu-Investition auf Cloud-Tauglichkeit, die anderen nehmen eine konsequente «Anti Cloud Haltung» ein. Man kann für oder gegen die Cloud sein. Eines ist sicher, zumindest sind wir davon überzeugt, aufhalten kann man diese Veränderung in der IT Industrie nicht mehr. In den kommenden Jahren werden die Hersteller ihre Investitionen noch konsequenter in Erträge umwandeln wollen. Wir werden also nach und nach in diese Richtung gezwungen. Man kann dies gerne haben oder nicht, neutral betrachtet ist es ein Fakt.

Welche Elemente sind für uns zentral?

Mobilität und flexible Nutzung unserer geschäftsrelevanten Informationen und Dienste standen zu Beginn des Projektes im Vordergrund. Um im Alltag unsere Arbeit effizient verrichten zu können, möchten wir nicht zuerst eine VPN Verbindung (verschlüsselte, sichere Verbindung zu einem definierten Eingangspunkt) aufbauen müssen, danach das Programm X anklicken, viermal Benutzername und Passwort eingeben, und, und… Sie kennen das! Unsere Endgeräte wollten wir sicher, aktuell und kontrolliert wissen. Das gleiche galt im Umgang mit unseren Daten und deren Pflege. Tja, so kamen doch einige Themen zusammen, welche die Komplexität und Anforderungen nicht simpel gestalteten. Doch auch all diese Punkte sind Realität in der digitalen Welt. Für uns als Berater und Cloud-Integratoren sind genau diese Erfahrungen zentral, um heutige und hoffentlich viele künftige neue Kunden fundiert, offen und transparent beraten und begleiten zu können.

Wo Sonne ist, findet man auch immer Schatten

Eines möchte ich an dieser Stelle ausdrücklich betonen: die Cloud und deren Dienste lösen uns viele Probleme und ermöglichen eine Vielzahl an Vorteilen. Gleichzeitig sind wir aber auch mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Diese zu kennen und zu verstehen, ermöglicht uns, unsere Kunden aktiv und offen zu begleiten. Die Serversysteme und Dienste im eigenen Keller waren früher zweifelsohne stabiler. Was sie aber definitiv nicht waren: agiler. Cloud-Dienste können sehr schnell aktiviert und genutzt werden. Die Qualität der Cloud-Produkte kann im Gegenzug aber nicht, oder nur minimalst, beeinflusst werden. Wir müssen mit dem Leben, was uns die Hersteller punkto Geschwindigkeit und Qualität aus der Wolke zur Verfügung stellen. Dies ist ein Umstand, welchen wir akzeptieren und verstehen lernen müssen, wenn dies auch nicht immer einfach ist. Je nach Stimmungslage ärgere auch ich mich manchmal mehr oder weniger über diese «Cloud-Begleiterscheinungen». Doch wie weiter oben schon bemerkt, wir können uns dagegen wehren, oder lernen mit diesen Aspekten umzugehen. Ich habe mich dafür entschieden, mit den Sonn- und den Schattenseiten der Cloud zu leben und Fehlermeldungen und Instabilitäten so hinzunehmen, ohne mich darüber zu ärgern (was mir in den meisten Fällen gelingt).

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